Inklusion an unserer Schule

“Es ist normal, verschieden zu sein.“
(Richard v. Weizsäcker, 1993)

Mit diesem Zitat lässt sich der Begriff der Inklusion kurz und bündig umschreiben. Die UN-Konvention fordert die Inklusion, indem sie sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ausspricht. Auch Deutschland gehört zu den derzeit rund 160 Ländern, die sich mit der Unterzeichnung der Konvention dazu verpflichtet haben, sie umzusetzen.
Inklusion betrifft jeden Menschen und kann nur gemeinsam gelingen: Jeder Einzelne hat das Recht, am gesellschaftlichen Leben uneingeschränkt teilhaben zu können. Das Recht auf Bildung wird hier ausdrücklich eingeschlossen.

Mit der Unterzeichnung der UN-Konvention durch Bundestag und Bundesrat hat auch Niedersachsen die Verpflichtung, den Artikel 24 der Behindertenrechts-Konvention der Vereinten Nationen umzusetzen. Die Inklusive Schule ist in Niedersachsen zum Beginn des Schuljahres 2013/2014 verpflichtend eingeführt worden und ermöglicht Schülern und Eltern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu Regelschulen.

Seit 2013 werden alle Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen im 1. Schuljahrgang einer Regelschule aufgenommen. Auf Wunsch der Erziehungsberechtigten werden auch Kinder mit einem anderen Förderschwerpunkt hier aufgenommen.

Auch an der Tjede-Peckes-Grundschule werden Kinder mit verschiedenen Förderschwerpunkten inklusiv beschult. Sie erfahren keinen Sonderstatus, sondern lernen gemeinsam mit allen Kindern der Klasse. So bleiben Freundschaften und Kontakte aus Kindergarten oder Nachbarschaft auch in der Schule weiterhin bestehen.

Individuelles Lernen im Unterricht findet bei uns z.B. mit Wochenplänen statt. Zudem bekommt unsere Schule Unterstützung durch eine Förderschullehrerin, die in Absprache mit der Klassen- oder Fachlehrkraft einzelne Kinder individuell fördert. Unsere Lehrerinnen werden bei Bedarf durch die Förderschullehrkräfte der Mobilen Dienste oder durch den CuxBUS beraten. Natürlich nehmen alle Lehrkräfte regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Inklusion teil.

Ob im Unterricht, in der Pause oder auch am Nachmittag – „Es ist normal, verschieden zu sein!“ Diese Verschiedenheit tut uns gut. Denn schließlich hat jedes Kind seine individuellen, einzigartigen Stärken, von denen alle anderen profitieren können.  Wir erleben täglich, dass Inklusion im Unterricht für alle Kinder selbstverständlich und damit normal ist.